Aus der Geschichte des Dorfes Zufikon
Ein Einzelfund weist in die mittlere Bronzezeit. Aus vorchristlicher Zeit stammt die Wehranlage oder Fliehburg in den Buechholderen, südwestlich des Dorfes. An alemannische Bewirtschaftungsverhältnisse erinnern einzelne Flurnamen: Chappelezälg, Breitezälg, s'Zälgli.
Die erste schriftliche Erwähnung von Zufikon fällt gemäss den Ermittlungen des Staatsarchives des Kantons Aargau auf das Jahr 1150. Nach 1200 geriet Zufikon unter die Herrschaft der Grafen von Habsburg-Laufenburg. Um 1318 befand sich die Vogtei 'ze Zuffiken' im Besitze der Ritter von Schönenwerd, denen die Herren von Sengen folgten. 1450 - 1451 erwarb die Stadt Bremgarten für 1822 Rheinische Gulden Twing und Bann, ferner die Niedere Gerichtsbarkeit sowie den Kirchensatz und den Grossen Zehnten von Korn und Wein. 1415 wurde das Dorf der Landvogtei Baden eingegliedert: die Häuser südlich des Kirchenturms kamen an das Kelleramt, dessen Hohe Gerichtsbarkeit Zürich inne hatte. Der Grenzstein der Hoheitsgrenze ist noch heute im Domini-Loch an der Reuss, gegenüber dem Frauenkloster Hermetschwil, zu sehen: er trägt die Jahrzahl 1471 sowie die Buchstaben Z (für Zürich) und B (für die Grafschaft Baden).
Die 1529 zum neuen Glauben übergetretene Gemeinde wurde nach dem Zweiten Kappeler Landfrieden (1531) rekatholisiert. Im Jahre 1611 starben in Zufikon 32 Personen an der Pest. Die Abhängigkeit der Gemeinde dauerte bis zum Untergang der Alten Eidgenossenschaft im Jahre 1798. Nach der Gründung des Kantons Aargau anno1803 wurde eine Gemeindeorganisation geschaffen: Die Ortsbürgergemeinden entstanden. Daneben entwickelten sich nach und nach bis 1866 die Einwohnergemeinden, die immer mehr öffentliche Aufgaben übernahmen. Im Jahre 1940 schliesslich wurde ein neues Gemeindebürgerrecht geschaffen, das die Rechte und Pflichten der Ortsbürger einerseits, der Einwohnerbürger andererseits umschreibt.
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